FAITH AND GLOBALIZATION MIT MIROSLAV VOLF

Die Prozesse gesellschaftlicher Veränderung und die Phänomene der Globalisierung betreffen alle Lebensbereiche und interagieren auch mit dem Glauben der Menschen. Daraus ergeben sich theologische und gesellschaftliche Herausforderungen, auf die es gemeinsam im Dialog zu antworten gilt.

In einer zunehmend globalisierten Welt betreffen scheinbar entlegene politische, wirtschaftliche und religiöse Spannungen auch unsere Lebenswelt unmittelbar. Gewalt und Terror bedienen sich religiöser Motive, was dazu führt, dass Angst und Abgrenzung die politischen Diskurse bestimmen. Ein bewusster und nachhaltig geführter Dialog über entscheidende Aspekte des Glaubens und der Globalisierung kann zu einem versöhnten und friedlichen Miteinander führen, welches im 21. Jahrhundert dringlich ist.

Wie ist das unbedingte Zeugnis für die Wahrheit des Glaubens mit politischem Pluralismus vereinbar? Welche Herausforderungen einer globalisierten Welt müssen die unterschiedlichen Religionen bewältigen? Wie können in einer Welt der Gewalt die Bemühungen um Dialog über kulturelle, politische und religiöse Grenzen hinweg beitragen zu Prozessen der Versöhnung? Können theologische Einsichten zur Förderung des Friedens fruchtbar gemacht werden oder verstärken sie nur Grenzziehungen, die neue Konflikte bergen?

Diesen aktuellen und herausfordernden Fragen widmeten sich die zweiten Studientage zur theologischen und gesellschaftlichen Erneuerung im Juni 2015. Hauptreferent war der systematische Theologe der Yale University, Professor Miroslav Volf. Die drei Themenfelder Globalisierung, Interreligiöser Dialog und Ver- söhnung wurden auch von weiteren Expertinnen und Experten beleuchtet und im Dialog vertieft.

[Flyer Studientage 2015]